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Vorsorge10.03.2026 5 Min. Lesezeit

HPV-Impfung — Was Sie wissen sollten

Schutz vor Gebärmutterhalskrebs: Für wen, wann und warum die Impfung so wichtig ist

Humane Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit. Über 80 % aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV. Während die meisten Infektionen vom Immunsystem selbst bekämpft werden, können bestimmte Hochrisikotypen (vor allem HPV 16 und 18) zu Zellveränderungen am Gebärmutterhals führen — und langfristig Krebs verursachen.

Für wen wird die Impfung empfohlen?

  • Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren (STIKO-Empfehlung)
  • Nachholimpfung bis zum 18. Lebensjahr
  • Auch für Erwachsene bis 26 Jahre sinnvoll (individuell besprechen)
  • Auch nach einer HPV-Infektion kann die Impfung vor weiteren Typen schützen

Was schützt die Impfung?

Der aktuelle Impfstoff Gardasil 9 schützt gegen neun HPV-Typen, darunter die Hochrisikotypen 16 und 18 sowie die Typen 6 und 11, die Genitalwarzen verursachen. Studien zeigen eine Schutzwirkung von über 90 % gegen die impfstoffrelevanten HPV-Typen.

Impfung ersetzt nicht die Vorsorge

Die HPV-Impfung bietet einen hervorragenden Schutz, ersetzt aber nicht die regelmäßige gynäkologische Vorsorge. Der jährliche PAP-Abstrich bleibt wichtig, da die Impfung nicht gegen alle krebsauslösenden HPV-Typen schützt.

Nebenwirkungen

Die HPV-Impfung ist gut verträglich. Häufige Nebenwirkungen sind Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle sowie leichte Kopfschmerzen. Schwere Nebenwirkungen sind äußerst selten. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) seit 2007 empfohlen.

Je früher geimpft wird, desto besser der Schutz — idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt.

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Quellen

  • Robert Koch-Institut (RKI): STIKO-Empfehlungen zur HPV-Impfung, 2024
  • Deutsche Krebsgesellschaft: HPV und Gebärmutterhalskrebs

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